Trockenschnauze

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Antworten auf das, was am häufigsten unklar ist.

Was bedeutet „Toleranz"?

Wie weit die App deine Runde verschieben darf. Trägst du für die Morgenrunde 7:00 mit ±30 Minuten ein, sucht sie das trockenste Fenster zwischen 6:30 und 7:30 — und keine Minute darüber hinaus.

Das ist der Unterschied zu einer Wetter-App: Sie schlägt dir keine Zeit vor, die dir nicht passt.

Warum verschiebt sie manchmal nicht, obwohl es später trockener wäre?

Weil deine Gewohnheit zählt. Sind zwei Fenster beide trocken, bleibt es bei deiner Zeit. Verschoben wird nur, wenn es sich lohnt: bei deutlich geringerem Regenrisiko, bei Regen zur gewohnten Zeit, oder wenn spürbar weniger herunterkommt.

Wie viel „deutlich" ist, sagt deine Toleranz. Sie ist nicht nur ein Rahmen, sondern auch die Auskunft, was dich das Verschieben kostet: Wer ±2 Stunden freigibt, dem macht eine Viertelstunde nichts aus — wer ±30 Minuten einträgt, hängt an seiner Zeit, und dann muss der Gewinn entsprechend größer sein. Dieselbe Wetterlage verschiebt die eine Runde und lässt die andere stehen. Das ist kein Widerspruch, sondern deine eigene Angabe.

Wie genau ist die Vorhersage?

Für die nächsten zwei Stunden nutzt die App den Niederschlagsradar des Deutschen Wetterdienstes in Fünf-Minuten-Schritten — das ist die genaueste in Deutschland verfügbare Datenlage. Darüber hinaus rechnet sie mit einem Wettermodell in 15-Minuten-Schritten.

Der Radar deckt nur Deutschland ab. Außerhalb rechnet die App allein mit dem Modell.

Erinnerungen kommen nicht

Meistens ist das keine Störung, sondern die Absicht. An einem Tag, an dem alle Runden zur gewohnten Zeit trocken sind, meldet sich die App nicht. In der Mitteilungszentrale liegt dann trotzdem ein stummer Eintrag — dort siehst du, dass sie gerechnet hat.

Kommt auch dort nichts an: Erinnerungen werden auf deinem Gerät geplant, wenn die App den Tagesplan rechnet. Öffnest du sie tagelang nicht, veralten sie.

Prüfe außerdem, ob du Mitteilungen erlaubt hast: iOS-Einstellungen → Trockenschnauze → Mitteilungen.

Die App findet meinen Standort nicht

Ohne Ortung wählst du den Ort von Hand über das Symbol oben rechts in der Kopfzeile. Alles andere funktioniert unverändert.

Erlauben lässt sich die Ortung nachträglich unter iOS-Einstellungen → Trockenschnauze → Standort.

Was heißt „fast trocken“ oder „Niesel möglich“?

Die Vorhersage nennt zwei Dinge: eine Regenmenge und eine Wahrscheinlichkeit. An trüben Tagen meldet sie oft 0,0 mm bei 95 % — das heißt nicht „es bleibt trocken“, sondern „so wenig Regen, dass die Menge auf null rundet“. Also Niesel.

Deshalb schreibt die App nicht einfach „trocken“:

Eine Prozentzahl steht dort bewusst nicht. Sie wird häufig falsch verstanden — als Anteil der Fläche oder der Zeit, statt als Wahrscheinlichkeit an genau deinem Ort.

Der Deutsche Wetterdienst erklärt die Zahl so: 80 % heißt, dass es in 8 von 10 vergleichbaren Wetterlagen an diesem Ort geregnet hat. Es heißt nicht, dass es 80 % der Zeit regnet, und auch nicht, dass 80 % der Fläche betroffen sind. In dieser Form versteht man die Zahl auf Anhieb — nur passt sie nicht auf eine Karte, die man im Flur in zehn Sekunden liest. Deshalb steht in der App das Wort und hier die Erklärung.

Wann meldet sich die App?

Nur wenn es etwas zu entscheiden gibt. Bleibt es trocken zur gewohnten Zeit, sagt sie nichts — du gehst ohnehin dann, und eine Meldung darüber wäre nur Lärm. Wer viermal am Tag umsonst gestört wird, schaltet Mitteilungen ab und bekommt dann auch die wichtige nicht mehr.

Gemeldet wird in drei Fällen, und die App wird dabei unterschiedlich laut:

Die letzten beiden Fälle sind zeitkritisch: Sie durchbrechen „Nicht stören" und einen eingeschalteten Fokus. Ob du das zulässt, entscheidest du in den iOS-Einstellungen pro Fokus.

Damit das keine veraltete Empfehlung ist, weckt sich die App kurz vor dem frühestmöglichen Start selbst auf, holt die aktuelle Vorhersage und rechnet neu. Dazu musst du Mitteilungen erlauben.

Was passiert bei einer Gewitterwarnung?

Die App legt die Runde vor den Beginn der Warnung und nennt die Uhrzeit, bis zu der du zurück sein solltest. Lässt sich im erlaubten Zeitraum kein Fenster mehr davor finden, rät sie ab.

Unter Routine → Gewitter meiden lässt sich das abschalten, wenn deinem Hund Donner nichts ausmacht. Die Warnung wird dann weiterhin angezeigt, die Runde aber nicht mehr verschoben. Warnungen vor Hagel und Glätte bleiben in jedem Fall aktiv — das ist Verletzungsgefahr.

Muss ich abhaken, dass ich gegangen bin?

Nein. Die App fragt gar nicht erst danach. Sobald das Zeitfenster einer Runde vorbei ist, rutscht sie unter „Vorbei“ — ohne Wertung, denn ob jemand draußen war, kann die App nicht wissen. Vielleicht ist ja jemand anders im Haushalt gegangen.

Für die Empfehlung spielt es ohnehin keine Rolle: Die schaut nach vorn. Ein Tipp auf eine vergangene Runde zeigt dir aber, wie der Regen an diesem Tag verlaufen ist.

Gibt es die App für die Apple Watch?

Ja. Sie zeigt die nächste Runde, den Countdown, den Rat und drei Kacheln — und rechnet dabei selbst: Sie holt ihre eigene Vorhersage und kommt auch dann zu einer Antwort, wenn das iPhone zu Hause liegt. Deine Runden bekommt sie vom Telefon; öffne die App dort einmal, damit sie ankommen.

„Losgehen“ und „Heute aussetzen“ gehen auch von der Uhr aus — ausgeführt wird beides am iPhone, das die Routine hält. Fürs Zifferblatt gibt es eine Komplikation mit einer Uhrzeit und einem Wort: „7:15 trocken“. Sie legst du wie jede andere über „Zifferblatt bearbeiten“ auf.

Kann ich Siri fragen?

Ja. „Hey Siri, wann soll ich mit Trockenschnauze raus?“ — die Antwort kommt gesprochen, ohne dass die App geöffnet wird. Ebenso gehen „Losgehen mit Trockenschnauze“ und „Trockenschnauze heute aussetzen“. Alle drei stehen auch in der Kurzbefehle-App und lassen sich dort auf den Aktionsknopf oder den Sperrbildschirm legen.

Und auf dem Startbildschirm hat das Widget einen Knopf: ein Tipp auf „Losgehen“, ohne die App zu öffnen.

Was ist mit Wind?

Sturm zählt mit. Ab etwa 60 km/h brechen Zweige, ab 90 km/h ganze Äste — dann verschiebt die App die Runde in die ruhigere Stunde, genau wie bei Hitze, und schreibt dazu, woran es liegt. Frischer Wind allein verschiebt nichts; er steht nur als Hinweis da, weil er für kleine Hunde ungemütlich ist.

Was macht die App bei Hitze?

Sie rechnet die gefühlte Temperatur mit — die Größe, die Sonne, Wind und Luftfeuchte einschließt. Ab etwa 25 Grad heizt sich Asphalt in der Sonne auf über 50 Grad auf; ab dort verschiebt die App die Runde lieber in die kühle Stunde, auch wenn es mittags trocken wäre. Auf der Karte steht dann, woran das liegt.

Die Zahl gilt für Belag in praller Sonne — beschatteter Asphalt liegt 10 bis 15 Grad darunter, und an einem bedeckten, schwülen Tag bleibt er kühl, obwohl die gefühlte Temperatur hoch ist. Die App rechnet deshalb die Sonneneinstrahlung mit: Steht die Sonne auf dem Belag, nennt sie die 50 Grad; ist es bedeckt, sagt sie nur, dass es anstrengend wird, und rät weiter zu Schatten und Wasser. Weil Asphalt Wärme speichert, zählt die Sonne der letzten zwei Stunden mit — der Belag der Mittagshitze ist um 18 Uhr noch heiß.

Im Zweifel gilt die Handprobe: sieben Sekunden den Handrücken auf den Belag — wer es nicht aushält, mutet es dem Hund auch nicht zu.

Im Winter gilt dasselbe umgekehrt: Um den Gefrierpunkt weist sie auf Glätte und Streusalz hin, bei strengem Frost auf kurze Runden.

Was passiert, wenn ich auf „Losgehen“ tippe?

Dann begleitet die App die Runde auf dem Sperrbildschirm: Sie zeigt, ob es bis zum Ende trocken bleibt oder ab wann es nass wird — mit Countdown, ohne dass du das Telefon aus der Tasche holen musst. „Runde beenden“ schließt die Anzeige wieder.

Urlaub, Feiertag — heute ist alles anders

Dafür gibt es „Heute aussetzen“ unten auf der Karte einer Runde. Sie fällt dann für diesen einen Tag aus: kein Vorschlag, keine Erinnerung. Deine Routine bleibt unverändert, und ab morgen gilt sie wieder — du musst nichts zurückstellen.

Steht der freie Tag schon abends fest, geht es auch im Voraus: Die Karte „Morgen früh“ hat denselben Knopf als „Morgen aussetzen“ — dann klingelt die Erinnerung am nächsten Morgen gar nicht erst.

Die ausgesetzte Runde verschwindet nicht ganz: Sie steht als Zeile im Plan und ist mit „Wieder einplanen“ zurückgeholt, falls es doch anders kommt.

Am Wochenende sieht mein Tag anders aus

Jede Runde hat eigene Wochentage. Die Mittagsrunde, die es nur an Bürotagen gibt, stellst du auf Mo–Fr — am Samstag steht sie dann weder im Plan noch in den Erinnerungen, ohne dass du jede Woche etwas aussetzt.

Neue Runden stehen an jedem Tag an. Wer nichts einstellt, merkt von den Wochentagen nichts.

Steht an einem Tag gar keine Runde an, sagt der Plan das auch so — „Am Sonntag steht keine Runde an." — und zeigt gleich, wie es am nächsten Morgen aussieht.

Wie lang soll die Runde heute sein?

Die Gehdauer in deiner Routine ist eine feste Zahl, das Wetter hält sich nicht daran. Bleibt es deutlich länger trocken, als du eingeplant hast, sagt die App das — begrenzt durch deinen eigenen Rahmen, denn wer um 19:00 zurück sein muss, dem nützt eine trockene Stunde danach nichts.

Umgekehrt genauso: Wird die Runde nass, steht auf der Karte, wie viele Minuten am Anfang trocken bleiben. Dann gehst du die kurze Runde, statt auf halber Strecke in den Regen zu laufen.

Kann ich mehrere Hunde eintragen?

Noch nicht. Du kannst aber beliebig viele Runden anlegen und benennen.

Noch eine Frage?

Schreib an info@trockenschnauze.de.